Gönderen: camimiz.com ditib.net DİTİB Recklinghausen | 11/11/2010

Zwischen Sparsamkeit und Anhäufen von Hab und Gut

Freitagspredigt
12.11.2010

 

Zwischen Sparsamkeit und Anhäufen von Hab und Gut
بِسْمِ اللهِ الْرَحْمٰنِ الْرَحِيِم
اَلْهَيكُمُ التَّكَاثُرُ حَتَّى زُرْتُمُ الْمَقَابِرَ
Bismillahirrahmanirrahim
[Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen]
”Das Prahlen mit eurem Reichtum hat euch beschäftigt bis ins Grab.”
[Sure “Tekasur”, Vers 1-2]
Verehrte Gläubige,
sparsam und bedacht geht um mit seinem Hab und Gut, wer damit seinen Bedarf deckt, dabei aber nicht über die Stränge schlägt oder verschwendet. Es wäre fatal, wenn wir alles ausgeben, was wir heute in den Händen haben, ohne uns dabei Gedanken zu machen über den morgigen Tag. Denn jeder Mensch muss auch an seine Zukunft denken und sich auf diese vorbereiten.
So gemahnt uns der Islam, gut zu wirtschaften und maßvoll umzugehen mit unserem Hab und Gut. Dabei sind wir aber auch gleichzeitig angehalten, dieses nicht anzuhäufen. Denn der Mensch sollte nicht dem Hab und Gut vertrauen, das er angehäuft hat, sondern seinem Schöpfer, Der ihm dies ermöglicht hat und zu Teil werden ließ. Ein gläubiger Mensch vertraut – wie in allen anderen Bereichen auch – in materiellen Angelegenheiten nur Allah. Als Gegenleistung hierfür mehrt Er ihnen Seinen Segen und Seine Barmherzigkeit. Diesen Segen beschreibt der Koran für den Gottesdienst des “infak”, des Ausgebens im Dienste Allahs, wie folgt: “Diejenigen, die ihr Hab und Gut im Dienste Allahs ausgeben sind wie Kornsamen, aus denen sieben-köpfige Ähren gedeihen, von denen eine jede einhundert Körner trägt. Wahrlich, Allah mehrt für den, den er will. Und Allah ist großzügig (in Seinem Wohl) und weiß um alles.“ [1]
Verehrte Muslime,
Allah, der Erhabene, ließ uns im Koran wissen, dass es einige Dinge gibt, die den Menschen das irdische Leben zu sehr lieben lassen und dass wir mit diesen nur geprüft werden. Zu einem dieser Dinge, mit denen wir geprüft werden, gehört die übermäßige Verbundenheit zu Hab und Gut. Ohne Zweifel gehört es zu den legitimsten Rechten eines jeden Muslims, der ansonsten die moralisch-ethischen Werte befolgt wie sie im Koran vorgeschrieben sind, Hab und Gut zu besitzen. Die Gefahr besteht jedoch laut Koran darin, dass der Mensch allen Besitz, der eigentlich Allah gehört, für seinen hält und diesen nicht mit den Bedürftigen teilt, obwohl er die Möglichkeit hierzu hat. Dass er sein Vermögen stattdessen hortet und ihn seine Gier verfallen lässt dem irdischen Leben. Diese Liebe zu Hab und Gut und das Zurückhalten dessen können bei den  Menschen ausarten zu einer Art Krankheit. Dieser Zustand begleitet sie dann bis zum Ende ihres Lebens. So heißt es hierzu im Koran: ”Das Prahlen mit eurem Reichtum hat euch beschäftigt bis ins Grab.” [2]
Verehrte Gemeinde,
wie töricht ist es doch, wenn die Menschen an etwas Vergänglichem klammern und dies zu ihrem Lebensmittelpunkt machen. Im Koran werden Menschen, die vergängliche, irdische Reichtümer anhäufen statt diese für wohltätige Zwecke auszugeben, beschrieben wie folgt: “Er ist derjenige, der Hab und Gut anhäuft und diesen ständig aufzählt. Er geht davon aus, dass sein Hab und Gut ihm Ewigkeit verschafft. Mitnichten! Wahrlich, er wird in die Hutama geworfen. Und woher solltest du wissen, was die Hutama ist!? Die Hutama ist Allahs entfachtes Feuer.” [3]
Daher ist es falsch, bzw. fatal, wenn Menschen mit der Eingebung des Teufels die Armut fürchten und in ihrem Geiz ihr Hab und Gut horten. Denn, so lässt uns der Koran wissen: “Jeder wird den Tod kosten!” [4] Jeder wird eines Tages sterben und einschließlich seines Körpers nichts von dieser Welt mitnehmen können. Wir dürfen daher nicht vergessen, dass Reichtum kein Besitz ist, sondern uns nur auf Zeit anvertraut.
Verehrte Gemeinde,
meine Predigt möchte ich an dieser Stelle beenden mit zwei Hadisen unseres Propheten Muhammed, Allah segne ihn und schenke ihm Heil: “Zwei Dinge frischen auf, je älter der Mensch wird. Der Wunsch nach mehr Gewinn und nach einem längeren Leben.” [5] – “Und wenn das Hab und Gut des Menschen zwei Täler füllen würde, so würde er noch nach einem dritten verlangen. Die innere Leere des Menschen kann nur die Erde füllen.” [6]
[1] Bakara, 261
[2] Tekasur, 1–2
[3] Humeze, 2–6
[4] Ankebut, 57
[5] Buhari, Muslim, Tirmizi
[6] Buhari, Muslim, Tirmizi
Ahmet Ali KURT, Religionsbeauftragter der DITIB-Moschee in Aschaffenburg

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