Gönderen: camimiz.com ditib.net DİTİB Recklinghausen | 04/05/2011

Mutterliebe und unsere Pflichten gegenüber den Eltern

Freitagspredigt
06.05.2011

Mutterliebe und unsere Pflichten gegenüber den Eltern

بِسْمِ اللهِ الْرَحْمنِ الْرَحِيمِ
وَ قَضَى رَبُّكَ ألاَّ تَعْبُدُوا إِلاَّ إِيَّاهُ وَ بِالْوَالِدَيْنِ إِحْساناًإِمَّا يَبْلُغَنَّ عِنْدَكَ الْكِبَرَ أحَدُهُمَا أوْ كِلاَهُمَا فَلاَ تَقُلْ لَهُمَا أُفٍّ وَ لاَ تَنْهَرْهُمَا وَ قُلْ لَهُمَا قَوْلاً كَرِيماً

Bismillahirrahmanirrahim
[Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen]
“Dein Herr hat befohlen, dass ihr nur Ihm alleine dient und gut zu den Eltern seid. Wenn einer der beiden bei dir oder beide das hohe Alter erreichen, so sag nicht “uff” zu ihnen (aus Verdrossenheit); schelte sie nicht, sondern sprich zu ihnen in schönen Worten.”

[Sure “Isra”, Vers
23]

Verehrte Muslime,

Allah, der Erhabene, der alles im Universum aus dem Nichts erschaffen hat, schuf den Menschen als edelstes und vollkommenstes der Geschöpfe [1] und machte ihn sodann zum Objekt Seiner Ansprache. Diese Besonderheiten des Menschen bringen es aber auch mit sich, dass Er ihm einge Pflichten auferlegt hat. Zu diesen gehören auch die Pflichten gegenüber den Eltern.

Verehrte Gläubige,

wir alle verdanken unsere geistig-spirituelle und materielle Entwicklung der Liebe, Fürsorge und der Barmherzigkeit unserer Eltern. Denn ein Kind braucht ebenso die Liebe beider Elternteile für seine seelische Entwicklung, wie es die Muttermilch für seine körperliche Entwicklung braucht. Nach unserer Mutter werden wir uns in allen Lebenslagen umschauen. Sie sind uns unser Kronjuwel, die Medizin unserer Sorgen und die Königinnen unserer Herzen. Wie sagte doch einst ein Dichter: “Mütter sind unseres Hauptes Krone; Sie sind Medizin gegen jede Sorge; Und selbst wenn ein Kind in die Jahre kommt und zum Meister wird; bedarf es seiner Mutter, keine Frage!”

Aber auch unsere Väter mühen sich um uns außerordentlich, so dass wir auch in ihrer Schuld stehen. Sie sind uns ein Sinnbild für Güte, Einsatzbereitschaft, Bescheidenheit und Pflichtbewusstsein. Jahraus, jahrein, ob Sommer oder Winter mühen sie sich Tag und Nacht um uns. Sie arbeiten und verdienen unseren Lebenserwerb auf ehrlichem Weg. Auf dem Weg zum erwachsen werden unterstützen sie uns derart materiell wie geistig und bereiten uns auf den Ernst des Lebens vor. Auch die Liebe und die Zuwendung der Väter ist für die Kinder eine wichtige Quelle, aus der sie ihre Kraft schöpfen.

Verehrte Brüder und Schwestern,

es sind allen voran unsere Eltern, die auf der Welt die meiste Liebe und den meisten Respekt verdienen. Es ist das Wort “Mama”, das ein Kind als eines der ersten Wörter lernt. Gefolgt gleich vom Wort “Papa”. Kein Mensch wird uns inniger und uneigennütziger lieben als unsere Eltern. Ihre Existenz ist uns ein unermesslicher Reichtum ebenso ihr Verlust durch nichts zu ersetzen ist.

Verehrte Brüder und Schwestern,

zu den Hauptverantwortungen unseren Eltern gegenüber gehört, dass wir gut und gütig zu ihnen sind, ihnen ein Lächeln schenken und in schönen Worten zu ihnen reden. Dass wir uns ferner um ihre Bedürfnisse kümmern, ihnen in Alter und Krankheit beistehen und bei Bedarf ihre Not lindern sowie ihre Sorgen teilen und dass wir ihre Wünsche erfüllen, außer jenen, mit denen wir uns gegen Gott auflehnen würden.

An diese Quellen der Barmherzigkeit nur an bestimmten Tagen im Jahr zu denken und sie dernach wieder zu vergessen, ist in keinster Weise zu vereinbaren mit unseren religiösen Werten und unserer Tradition. Selbst über ihren Tod hinaus tragen wir noch Verantwortung für unsere Eltern. So fragte dereinst ein Gefährte des Propheten (s.a.w.) diesen: “O Gesandter Gottes! Kann ich meinen Eltern auch nach ihrem Tod noch etwas Gutes tun?” Der Prophet (s.a.w.) antwortete: “Ja! Du kannst für sie beten, für sie um Vergebung ihrer Sünden bitten, ihr Vermächtnis erfüllen, ihre Verwandten bedenken sowie ihre Freunde empfangen.” [2]

Verehrte Gläubige,

in einem weiteren Hadis sagte unser Prophet (s.a.w.): “Das Wohlgefallen Allahs ist zu suchen im Wohlgefallen der Eltern und der Zorn Allahs im Zorn der Eltern.” [3] Als gläubige Menschen sind wir also angehalten unseren Eltern gute Kinder zu sein und ihr Wohlgefallen zu erlangen. Denn in einem anderen Hadis sagte unser Prophet (s.a.w.): “Drei Bittgebete gibt es, die nicht unerhört bleiben. Das Bittgebet der Unterdrückten, das Bittgebet des Gastes und das der Eltern für ihre Kinder.” [4] Befolgen wir all dies, sind wir zudem unseren eigenen Kindern ein gutes Vorbild und lehren sie gleichzeitig, wie sie uns zu behandeln haben.

Meine heutige Predigt möchte ich mit der ungefähren Bedeutung von Vers 23, Sure “Isra” beenden: “Dein Herr hat befohlen, dass ihr nur Ihm alleine dient und gut zu den Eltern seid. Wenn einer der beiden bei dir oder beide das hohe Alter erreichen, so sag nicht “uff” zu ihnen (aus Verdrossenheit); schelte sie nicht, sondern sprich zu ihnen in schönen Worten.”

[1] Tin, 95/4.
[2] Abu Dawud, Adap, 120.
[3] Tirmizi, Birr, 3.
[4] Ibn Madscha, Du’a, 11.

Fuat KESKİN
Religionsbeauftragter der DITIB-Zentralmoschee in Wiesbaden


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